Am Mittwoch, 27.06.2012, wird in Erinnerung an den jüdischen Rechtsanwalt Dr. Leo Wolf Lichtigfeld auf dem Fußweg vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ein „Stolperstein“ verlegt werden.

Leo Lichtigfeld war am Amts- und Landgericht Düsseldorf zugelassener Rechtsanwalt und arbeitete mit seinem am Oberlandesgericht Düsseldorf zugelassenen Bruder Emil Lichtigfeld in einer Kanzlei. Nachdem der Bruder Emil Ende 1933 emigriert war, übernahm Leo Lichtigfeld auch die anwaltliche Vertretung vor dem Oberlandesgericht. Diese Doppelvertretung wurde von den Nationalsozialisten heftig kritisiert. In der Pogromnacht 1938 wurden seine Wohnung und Kanzlei verwüstet und er verletzt. Nachdem 1938 die jüdischen Rechtsanwälte aus der Anwaltschaft ausgeschlossen worden waren, durfte er als sogenannter „jüdischer Rechtskonsulent“ nur noch ausschließlich jüdische Mandanten vertreten. 1941 wurde Leo Lichtigfeld in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert und starb dort.

Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin des Oberlandesgerichts Anne-José Paulsen wird u.a. die Historiker Dr. Susanne Mauss über das Leben von Leo Lichtigfeld berichten und der Künstler Gunter Demnig das Projekt „Stolpersteine“ vorstellen.

Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr im Plenarsaal des Oberlandesgerichts. Interessierte Medienvertreter melden sich bitte per E-Mail (pressestelle@olg-duesseldorf.nrw.de E-Mail-Adresse, öffnet Ihr Mail-Programm) an.

Düsseldorf, 26.06.2012

Dr. Ulrich Egger
Pressedezernent
Oberlandesgericht Düsseldorf
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