Am Mittwoch, den 5. Juni 2013, um 10.30 Uhr beginnt vor dem 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf unter Leitung des Vorsitzenden Richters am Oberlandesgericht Dr. Frank Schreiber die Hauptverhandlung gegen den mutmaßlichen ehemaligen Finanzchef der PKK in Europa.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 47jährigen Abdullah S. in ihrer Anklageschrift vor, zwischen 2003 und 2004 in Deutschland den PKK-Sektor Mitte geleitet zu haben, der u.a. die Bereiche Duisburg, Düsseldorf, Köln, Bonn, Dortmund und Bielefeld umfasst haben soll. Nachfolgend soll der Angeklagte sich für einige Zeit bei der PKK-Führung im Nord-Irak aufgehalten haben und schließlich von 2007 bis 2010 Chef des „Wirtschafts- und Finanzbüros“ der PKK in Europa im belgischen Antwerpen gewesen sein. Wegen der Einzelheiten des Tatvorwurfs wird auf die von der Bundesanwaltschaft publizierte Pressemitteilung verwiesen (www.generalbundesanwalt.de E-Mail-Adresse, öffnet Ihr Mail-Programm, Pressemitteilung Nr. 04/2013 vom 12.02.2013).

Es ist mit einer mehrmonatigen Verfahrensdauer zu rechnen, derzeit sind Termine bis in den Herbst hinein bestimmt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren.

Die Sitzung findet, wie auch alle folgenden Verhandlungstage, im Prozessgebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf, Kapellweg 36, 40221 Düsseldorf statt. Das Prozessgebäude wird am ersten Hauptverhandlungstag 90 Minuten und an den weiteren Hauptverhandlungstagen 45 Minuten, der Sitzungssaal 20 Minuten vor Sitzungsbeginn geöffnet. 10 Plätze sind bis 15 Minuten vor Sitzungsbeginn vorzugsweise für die Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen reserviert. Bis dahin nicht eingenommene Plätze werden an wartende Zuhörer vergeben, die sonst keinen Einlass finden könnten.

Begehren mehr als 5 Fotoreporter und / oder mehr als 3 Kamerateams Einlass, sind Ton-, Foto- und Filmaufnahmen im Sitzungssaal und im Foyer nur im Rahmen einer Pool-Lösung gestattet. Als Pool-Führer werden jeweils zwei Fotoreporter und zwei jeweils aus höchstens drei Personen bestehende, von den deutschen öffentlich-rechtlichen bzw. privaten Fernsehanstalten gestellte - sowie namentlich und mit sonstigen Personalien vorher ausgewiesene - Kamerateams zugelassen, sofern diese sich zuvor bis eine halbe Stunde vor Sitzungsbeginn bei der Pressestelle des Oberlandesgerichts unter Angabe ihrer Personalien angemeldet haben.

Die Bestimmung der Pool-Führer bleibt einer Einigung der interessierten Presseorgane bzw. Fernsehanstalten überlassen.

 

Düsseldorf, 31. Mai 2013

Dr. Sven Kerkhoff
Pressedezernent
Oberlandesgericht Düsseldorf
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Fax: 0211 4971-641
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