Mit einem Kunstwerk im Kölner Skulpturenpark befasst sich der 7. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf unter der Leitung von Vorsitzendem Richter am Oberlandesgericht Dr. Thomas Fleischer (Aktenzeichen I-7 U 31/20).

Für den Skulpturenpark Köln erwarben Kunstförderer Ende der 1990er Jahre ein Werk des amerikanischen Künstlers Joel Shapiro. Den Erwerb unterstützte die Kunststiftung des Landes NRW mit 150.000 DM. Dafür erhielt sie einen Miteigentumsanteil von gut 14 % an dem Kunstwerk.

Nach über 20 Jahren möchte nun das Kuratorium des Skulpturenparks das Kunstwerk nicht mehr dort ausstellen, weil es nicht mehr in das künstlerische Konzept passe. Deshalb verlangt die Mehrheitseigentümerin, eine private Stiftung der Kunstförderer, die Aufhebung der Eigentümergemeinschaft. Das bedeutet, dass das Kunstwerk versteigert werden müsste. Dagegen wehrt sich die Kunststiftung NRW, die sicherstellen möchte, dass das Kunstwerk weiterhin in NRW ausgestellt wird.

In der mündlichen Verhandlung am 23. April 2021 gab der Senat seine vorläufige Einschätzung zu erkennen, dass ein Anspruch auf Zustimmung zur Aufhebung der Gemeinschaft bestehen dürfte. Ein Urteil wird am 28. Mai 2021 erwartet.



Düsseldorf, 26. April 2021


Dr. Michael Börsch
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