Voraussetzungen

Die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung setzt gemäß § 7 Abs. 1 JAG NRW 2003 den Nachweis voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber

  1. mindestens vier Halbjahre an einer Universität im Geltungsbereich des Deutschen Richtergesetzes Rechtswissenschaft studiert,
  2. eine Zwischenprüfung (§ 28 JAG NRW) bestanden,
  3. erfolgreich eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung oder einen rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs besucht
    und
  4. an einer praktischen Studienzeit (§ 8 JAG NRW) teilgenommen hat.

 

Die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung setzt gemäß § 7 Abs. 1 JAG NRW 2022 den Nachweis voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber

  1. mindestens vier Halbjahre an einer Universität im Geltungsbereich des Deutschen Richtergesetzes Rechtswissenschaft studiert,
  2. eine Zwischenprüfung (§ 28 JAG NRW) bestanden,
  3. erfolgreich eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung von mindestens zwei Semesterwochenstunden oder einen rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs gleichen Umfangs besucht,
  4. an einer praktischen Studienzeit (§ 8 JAG NRW) teilgenommen hat
    und
  5. erfolgreich fünf Aufsichtsarbeiten und vier häusliche Arbeiten, davon jeweils eine im Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichen Recht, angefertigt hat.

 

Der Zulassungsantrag soll zurückgewiesen werden, wenn der Studiengang keine zweckmäßige Ordnung erkennen lässt (§ 7 Abs. 1 und 4 JAG NRW).

 

Übergangsregelungen

Im Hinblick auf Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 des Zweiten Gesetzes zur Änderung des JAG NRW vom 17.11.2021 (GV NW 17.11.2021 S. 1190 ff.) gilt bezüglich der Anwendung der unterschiedlichen Zulassungsvoraussetzungen: 

§ 7 Abs. 1 JAG NRW 2022 ist zwar bereits zum 17.02.2022 in Kraft getreten. Für Studierende, die sich bereits zur staatlichen Pflichtfachprüfung gemeldet haben oder sich binnen drei Jahren nach Inkrafttreten – also bis einschließlich 16.02.2025 – zur staatlichen Pflichtfachprüfung melden, findet aber noch § 7 Abs. 1 JAG NRW 2003 Anwendung. Zudem werden Zwischenprüfungen, die unter Geltung genehmigter universitärer Studien- und Prüfungsordnungen vor dem 17.02.2024 bestanden wurden, als Zulassungsvoraussetzungen nach § 7 Abs. 1 Nr. 2 JAG NRW 2022 auch bei Meldung nach dem 16.02.2025 anerkannt.

Meldung

Dazu finden Sie hier einen Anmeldevordruck. PDF-Dokument, öffnet neues Browserfenster (25 kB) Dem Antrag auf Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung müssen folgende Anlagen beigefügt werden :

a) Öffentlich beglaubigte Ablichtung der Geburtsurkunde

  • bei Heirat: Auszug aus dem Familienbuch, ggfs. mit Scheidungsvermerk (jeweils in beglaubigter Ablichtung). Aus den Urkunden muss sich die Namensführung ergeben.
  • bei einer ausländischen fremdsprachigen Geburtsurkunde ist eine ordnungsgemäße Übersetzung beizufügen. Die Übersetzung muss von einer oder einem durch eine deutsche Landesjustizverwaltung hierzu ermächtigte/n Übersetzerin/Übersetzer gefertigt werden.

b) Ausführlicher, eigenhändig geschriebener und unterschriebener Lebenslauf

c) Reifezeugnis (Original oder beglaubigte Kopie)

d) Studienbücher, diese müssen  für jedes Semester die Belegbögen enthalten sowie ggfs. die Exmatrikulationsbescheinigung/en

e) aktuelle Studienbescheinigung

f) Nachweis über das Bestehen der Zwischenprüfung (Original oder beglaubigte Kopie)

g) Fremdsprachennachweis

h) Bescheinigung über die Ableistung der praktischen Studienzeit (Originale)

i ) sonstige Zeugnisse und Bescheinigungen (die Einreichung ist freigestellt)

j) je einen Erklärungs- und einen Erhebungsbogen

k) Bescheide des Justizprüfungsamtes (z.B. über die Nichtberücksichtigung von Studienzeiten im Rahmen der Berechnung der Fachsemesterzahl für den Freiversuch)

l) Zeugnis über die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung, soweit bereits abgelegt  (Original)

Die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung erfolgt unmittelbar nach Einreichung sämtlicher Unterlagen. Sie geht der Bewerberin oder dem Bewerber etwa eine Woche später zu.